© Roman Knie 2016
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MARA entschied sich mit 7 Jahren für das Cello, weil es „so schön groß war und diesen tollen warmen Klang hatte“. In ihrer Jugend folgte sie der klassischen Cellotradition, nahm an Wettbewerben wie "Jugend musiziert" teil und spielte mit 17 Jahren 'Kol Nidrei' von Max Bruch als Solistin mit dem Philharmonischen Orchester Gera. Nebenbei schlummerte aber immer der Wunsch nach mehr musikalischer Freiheit, und so fing sie an, sich auf dem elterlichen Flügel die Akkorde für Popsongs und Filmmusiken zusammen zu suchen.

 

Während ihres Hochschulstudiums für Violoncello (Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, Conservatoire National Supérior de Musique et Danse in Lyon) erlernte sie nicht nur die klassische Celloliteratur sondern analysierte auch die Akkorde der Bach-Suiten oder arrangierte heimlich Beatles-Songs für Streichquartett - und erhielt als Nebenfächer Unterricht in Klavier, Gesang, Percussion und Rhythmik.

 

Doch erst 10 Jahre und etliche Anstellungen in verschiedenen Profiorchestern später (Staatskapelle Weimar, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden, Philharmonisches Orchester Mainz, Stuttgarter Philharmoniker, Philharmonisches Orchester Ulm) sprang der Funke für einen eigenen Zugang zur Musik und zur Freiheit des Improvisierens über. Anlass war ein Meisterkurs des Jazz-Cellisten Stephan Braun an der Cello Akademie Rutesheim, wo sie Mark Summers 'Julie-O' unter tosendem Applaus beim Abschlusskonzert in der Rutesheimer Festhalle zu Gehör brachte. Dieser Kurs hatte sie so sehr inspiriert, dass sie mehr dieser neuen Spieltechniken lernen und tiefer in den Jazz und andere Genres eintauchen wollte. 2018 absolvierte sie das weiterführende Studium „Improvisation für Streicher“ an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, wo sie u.a. Unterricht bei der Jazz-Cellistin Susanne Paul erhielt, und trat mit ihrem Arrangement von Paul McCartneys "Blackbird" als Solistin beim Abschlusskonzert des internationalen "New Directions Cello Festivals" im WDR-Funkhaussaal in Köln auf. Im selben Jahr begann sie mit dem Gesangsunterricht bei Amy Leverenz (Xavier Naidoo) und erhielt ein Coaching bei der gefeierten Crossover-Cellistin Tina Guo (Hans Zimmer) in Los Angeles.

 

Seitdem wächst ihr Repertoire unaufhaltsam. Durch das Covern fremder Titel und die Auseinandersetzung mit der Loopstation als weiteres Instrument kamen ihr Ideen zu eigenen Songs und Kompositionen, die auf ihrem Debütalbum "off the beaten track" (Releasetermin Ende 2019) das Licht der Welt erblicken. Wichtiges Thema dabei ist das Loslassen alter Strukturen und das Beschreiten neuer Wege auf der Suche nach der eigenen Identität. Denn erst, wenn man die ausgetretenen Pfade verlässt, öffnen sich neue Perspektiven und somit ein Weg zu sich selbst.  

 


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